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Der Experte antwortet

 

Risse in der Fassade. Wie kann ich den Ursprung, die Natur und die Gefährlichkeit beurteilen? Was ist der richtige Ansatz für eine Putzinstandsetzung?

Im Hinblick auf die Bewertung der optischen Beeinträchtigung durch Rissbildung gilt der Grundsatz, dass die Risse unter gebrauchsüblichen Bedingungen zu beurteilen sind. Die Beurteilung hat also aus einem Betrachtungsabstand und unter Beleuchtungsbedingungen zu erfolgen, welche bei der späteren Benutzung üblich sind. Es wird empfohlen, den Untergrund mit viel Wasser zu benetzen, um Kapillarporen zu aktivieren und so, die normalerweise nicht sichtbaren Risse hervorzuheben. Die korrekte Haftung der Putzschichten am Untergrund zu prüfen, indem mit einer Metallstange über die Oberfläche gerieben wird.
Bei Rissen ist immer zuerst abzuklären, ob diese einen Mangel darstellen und ob ein Instandsetzung überhaupt notwendig ist.

Putzuntergrundbedingte Risse sind Risse aus dem unmittelbaren Putzuntergrund. Sie sind begründet durch Volumenveränderung, Quellen, thermische Längenveränderung oder Verwendung unterschiedlicher Baustoffe mit verschiedenen physikalischen Eigenschaften wie Schwindverformung, Wärmeleitfähigkeit oder Saugverhalten. Diese Art von Rissen muss durch eine Spachtelschicht korrigiert werden, welche sich aus folgenden Produkten zusammensetzt: RÖFIX Renoplus®/RÖFIX Renostar® + RÖFIX P50 Armierungsgewebe.

Putzbedingte Risse (sind ursächlich auf die Ausführung des Putzauftrages oder auf ungeeigneten Putzaufbau zurückzuführen). Sie entstehen nach zu dickem, einlagig erstelltem Putzauftrag, bei schlechter Haftung auf wenig saugfähigem oder nassem Putzgrund, bei zu langer Bearbeitung der Putzoberfläche oder bei zu nassem Putzmörtelauftrag. Sackrisse müssen saniert werden, wenn der Putz hohl liegt. Dazu müssen die Hohlstellen entfernt, die Risse aufgekratzt und die Fehlstellen mit neuem Putz, beispielsweise RÖFIX Renoplus®, verfüllt werden.

Schwindrisse sind meist netzförmig oder y-förmig angeordnet und selten breiter als 0,1 bis 0,2 mm. Sie reichen bis auf den Putzuntergrund und treten Monate und in Einzelfällen sogar Jahre nach dem Verputzen auf. Sie sind auf ungünstige Austrocknungsbedingungen, ungenügende Putzhaftung am Untergrund, auf schlecht abgestimmten Putzaufbau oder auf Nichteinhalten der Standzeiten zurückzuführen. An Wetterseiten sollten Schwindrisse > 0,05 mm saniert werden. Dazu geeignet ist das Anbringen eines neuen Oberputzes oder einer faserarmierten Beschichtung, wie beispielsweise RÖFIX PE 516 SISI MICRO.

Konstruktionsbedingte Risse stehen in keinem Zusammenhang mit dem Putzauftrag. Das Riss-Risiko kann vom Verputzer weder erkannt noch durch prophylaktische Massnahmen ausgeschlossen werden. Risse aus der Konstruktion haben ihre Ursache in Volumen-Veränderungen der Tragkonstruktion (Setzungen, Durchbiegen, Kriechen und Schwinden). Sie entstehen aufgrund von Bewegungen im Untergrund nach dem Verputzen. Vor dem Festlegen notwendiger Instandsetzungsmassnahmen muss immer geprüft und abgeklärt werden, ob es sich um einmalige, abgeschlossene oder um noch andauernde oder wiederkehrende Verformungen handelt. Es ist zu empfehlen, dazu einen Bauingenieur beizuziehen. Ruhende Risse < 0,2 mm können mit RÖFIX Rissband abgedeckt werden. Bei breiteren Rissen ist ca. 20 cm links und rechts vom Riss der Putz auszuschneiden. Der Riss wird nachgefräst, ausgeblasen und mit organisch vergütetem Feinmörtel verfüllt. Dann wird die Fassade mit RÖFIX Renostar®/RÖFIX Renoplus® Armierspachtelung mit eingebettetem RÖFIX P50 Armierungsgewebe überarbeitet.

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